Amboss, Bogen und Weg – Metaphern des Erzählens in der mittelhochdeutschen Legenden- und Geschichtsdichung des 12. Jahrhunderts

  • Ronny F. Schulz Universität Erfurt
Schlagworte: Erzählmetaphern, Legendendichtung, Geschichtsdichtung, Deutsche Literatur des 12. Jahrhunderts.

Abstract

Der folgende Aufsatz behandelt Erzählmetaphern in der deutschsprachigen hagiographischen und historiographischen Literatur des 12. Jahrhunderts. Folgende Texte werden unter diesem Aspekt untersucht: der Alexanderroman des Pfaffen Lambrecht, der Oberdeutsche Servatius, die Pilatus-Legende und die Veronica des Wilden Mannes. In den Prologen finden sich nicht nur Bezüge zur antiken Gewebemetapher für das Erzählen, sondern auch Metaphern aus den Bereichen des Schmiedens und Bogenschießens und es werden sogar Vergleiche zwischen dem Erzählen und dem Gehen eines Weges gezogen. In einer Zeit, die noch über keine eigenständigen, volkssprachlichen literaturtheoretischen Termini verfügt, dienen die Metaphern der Legitimation des Erzählens, weshalb es das Ziel dieser Untersuchung ist, die Kombination mehrerer Metaphernfelder, so wie sie sich in den ausgewählten Textzeugen darstellt, auf ihre Funktion hin zu befragen.

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Veröffentlicht
2014-05-21
Zitationsvorschlag
F. Schulz R. (2014). Amboss, Bogen und Weg – Metaphern des Erzählens in der mittelhochdeutschen Legenden- und Geschichtsdichung des 12. Jahrhunderts. Revista de Filología Alemana, 22, 33-52. https://doi.org/10.5209/rev_RFAL.2014.v22.45307
Rubrik
Artículos. Estudios literarios