Am Pranger / en la picota: Bestrafung und Folter in deutschen und spanischen Phraseologismen
Abstract
In der mittelalterlichen und auch noch in der neuzeitlichen Rechtssprechung waren die verschiedenen Arten der öffentlichen Bestrafung und der Folter außerordentlich alltäglich. Als Bildspender halten diese Gepflogenheiten sogar noch im heutigen Deutsch und Spanisch für zahlreiche Redewendungen, Redensarten, Sprichwörter und Metaphern her, auch wenn sie als Art der Bestrafung nicht mehr gesetzlich sind.
Unser Beitrag ist eine kontrastive Bestandsaufnahme solcher sprachlichen Einheiten und will zeigen, wie sich diese Bräuche, die in unseren westlichen Gesellschaften heute als verpönt gelten, sich linguistisch verfestigt haben. Zum Glück sind sich die wenigsten Sprecher des grausamen, menschenverachtenden Ursprungs dieser Wendungen bewusst. Die Gegenüberstellung ähnlicher Einheiten in unseren Sprachen lässt zum Einen Schlüsse über deren Verbreitung zu und gibt zum Anderen Aufschluss über den kulturellen Stellenwert, den diese Rechtsbräuche einst im europäischen Abendland inne hatten.
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