Blickerfahrungen in Thomas Hettches Roman Pfaueninsel
Abstract
Eine der Urerfahrungen der Menschen ist Aufbau und Fragmentierung des Selbst durch den Blick des Anderen. Dieser gestaltet sich in der westlichen Zivilisation seit Sokrates als festschreibender, klassifizierender und beurteilender Blick. Blicke sind gebunden an Intentionen, sind instrumentalisiertes Schauen, objektivieren den Anderen und fungieren als narzisstische (Selbst)befriedigung. Blickerfahrungen sind letztendlich Gewalterfahrungen. Der Roman Pfaueninsel von Thomas Hettche bietet hierzu Alternativen, die mit Hilfe von phänomenologischen Blickkonzeptionen von Sartre, Lévinas, Merleau-Ponty und Waldenfels herausgearbeitet werden. Der Beitrag geht der Frage nach, ob es einen ethischen Blick gibt und wie dieser aussieht.Downloads
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